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Poppenbütteler Weg 97

Rahmenbedingungen / Allgemeines               

Der Bauherr „Ev.-Luth. Kirchengemeinde Poppenbüttel“ beabsichtigt am Poppenbütteler Weg 97, die Errichtung eines Gebäudes zur Unterbringung von Kindern und Erwachsenen in besonderen Wohnformen. Das Bestandsgebäude „Pastorat Jugendräume“ wird abgerissen und stattdessen ein 3-geschossiges Gebäude für u.g. Betreiber errichtet:

•          Ev.-Luth. Kirchenkreis Hamburg-Ost Diakonie Theodor-Wenzel-Haus

•          Ev.-Luth. Kirchenkreis Hamburg-Ost Diakonie Ev. Jugendhilfe

•          Erziehungshilfe e.V.

 

Städtebau

Das Baufeld befindet sich im Bezirk Hamburg-Wandsbek am Poppenbütteler Weg 97. Die Gemarkung des Grundstücks ist Poppenbüttel, 5831. Begrenzt wird das Plangebiet im Norden und Westen durch Einfamilienhäuser. Im Osten durch die Tegelsbarg. Im Süden durch den Poppenbütteler Weg.  Nordöstlich befindet sich der Sportplatz Tegelsbarg.

 

Bebauungsplan und derzeitige Nutzung

Das betrachtete Gebiet befindet sich im Geltungsbereich des B-Plan „Hummelsbüttel4-Poppenbüttel8“ aus dem Jahr 1968. Das Grundstück ist gem. B-Plan zur Nutzung der Ev.-Luth. Kirchengemeinde Poppenbüttel überlassen. Zurzeit befindet sich im östlichen Bereich des Grundstücks das Philemon-Gemeindezentrum, im nördlichen Teil eine Kita und im westlichen Teil das „Pastorat Jugendräume“.

 

Geschossigkeit und Gebäudehöhe

Der B-Plan lässt ein Haus mit Sozialbindung mit 3 Vollgeschossen innerhalb der Baugrenze zu. Weiteren Aufbauten bzw. ein Staffelgeschoss sind nach dem Vorbescheid ausgeschlossen. Ausgehend von einer Geschosshöhe von 3,00 m zuzüglich der Attika und Dachaufbauten ergibt sich aktuell eine Gebäudehöhe von 10,00 m. Die Abstandsflächen des Gebäudes werden entsprechend §6 HBauO wie folgt ermittelt: 0,4 x 10,00m (h) = 4,00m

 

Objektplanung Gebäude

 

Grundrisskonzept 

Auf dem Grundstück wird ein neues C-förmiges Gebäude entstehen. Das neue Gebäude bildet zusammen mit dem Philemon-Gemeindezentrum einen ruhigen Innenhof aus. Das parallel zum Poppenbütteler Weg sowie zur Baugrenze angeordnete C-förmiges Gebäude wird mit 3 Vollgeschossen geplant. 

Die Erschließung der Anlage erfolgt über den bestehenden Innenhof. Aufgrund des Neubaus (10m hoch) wurde der Innenhof im Vergleich zum Bestand vergrößert.

Durch die Anordnung der bestehenden und neuen Haupteingänge wird dieser Hof in überschaubare Bereiche strukturiert. Hierdurch können die unterschiedlichen Bedürfnisse des Zusammenlebens auf gute Art und Weise gegliedert werden aber gemeinschaftlich stattfinden.

Die Höhe der Bebauung entspricht der Umgebungsbebauung. Mit einer Höhe der Fußbodenoberkante im obersten Geschoss <7,00m ist das Gebäude nach § 2 HBauO in die Gebäudeklasse 3 einzuordnen. Die BGF je Geschoss beträgt 859,21 m² und die Gesamtfläche (3 Geschossen inkl. Keller) beträgt 2938,75 m².

 

Die Grundrisse des Gebäudes orientieren sich am Flächenbedarf der Betreiber:

Theodor-Wenzel-Haus:

Ambulanten Wohngruppe (7 Appartements) 

Wohngruppe I&II mit jeweils 3 Appartements mit eigenem Bad und kleiner Küchenzeile.

Der gemeinsam genutzter Raum, Wohngruppe I für 4 psychisch erkrankte Mütter und 5 Kinder, sowie der Wohngruppe II für 1 Schwangere, 3 Mütter mit geistiger Behinderung und 4 Kinder.

 

EV. Jugendhilfe:

8 Zimmer mit gemeinsamer Essküche sowie 4 Appartements mit eigenem Bad und Küchenzeile.

 

Erziehungshilfe e.V.:

Büros und Beratungsräume mit gemeinsamer Küche und Sozialräumen.

 

Die Bewohner der Wohngruppen teilen sich Essküche und Wohnzimmer. Die Mindestgrößen der Zimmer für Mütter betragen 15qm, für Kinder 10qm und Jungendzimmer 13 qm. Die lichten Raumbreiten der Zimmer wurden mit mindestens 3,20m gem. IFB „Besondere Wohnformen“ geplant. Balkone sind nicht vorgesehen. Dafür besitzen alle Wohnräume bodentiefe Fenster mit Geländer.

Das Gebäude wird durch die Brandschutzanforderungen in zwei Brandabschnitte unterteilt. Im nördlichen Gebäudeteil befindet sich Ev. Jugendhilfe und Erziehungshilfe e.V. Im südlichen Gebäudeteil wird das Theodor-Wenzel-Haus und die Familienbildungsstätte beherbergt.

 

Erdgeschoss

Die Haupteingänge befinden sich direkt am Innenhof. Jeder Nutzer hat einen direkten Zugang zu den Treppenhäusern. Die Nutzungseinheiten sind voneinander getrennt.

Theodor-Wenzel-Haus: Die ambulanten Wohngruppen besteht aus 7 Appartements für die Mütter mit Kindern.

Ev. Jungendhilfe: Die Wohngruppe befindet sich im Erdgeschoss. Diese hat einen direkten Zugang mit privaten Gartenanteilen.

 

Die Familienbildungsstätte hat einen eigenen Haupteingang an der südlichen Fassade. 

 

1. Obergeschoss

Theodor-Wenzel-Haus: Im 1. Obergeschoss befindet sich die Wohngruppe für 1 Schwangere, 3 Mütter mit geistiger Behinderung und 4 Kinder sowie 3 Appartements mit eigenem Bad und kleiner Küchenzeile.

Ev. Jungendhilfe: 4 Appartements sind im nordwestlichen Gebäude geplant. Jede Wohnungsfläche beträgt ca. 34m².

Erziehungshilfe e.V: Das Raumprogramm befindet sich auf zwei Etagen, die mit einer internen Treppe verbunden sind.

 

2. Obergeschoss

Theodor-Wenzel-Haus: Die übereinanderliegenden Wohngruppen sind weitestgehend identisch. Es befindet sich ein Büro anstelle des Nachbereitschaft/Besprechung in diesem Geschoss.

Erziehungshilfe e.V: Der Flächenbedarf belegt den gesamten nördlichen Gebäudeteil.

 

Die gemeinsamen Räume wie die Essküche und Wohn- & Spielzimmer (TWH) sowie die Küche mit Sitzecke (Erziehungshilfe e.V) sind in exponierter Lage geplant. An der Fassade können diese Räume durch großen Öffnungen deutlich erkannt werden. Die Gemeinschaftsräume sind zentral für die Bewohner erreichbar.  

 

Kellergeschoss

Das Gebäude wird teilunterkellert. Auf einer Bruttogrundfläche von ca. 361,13 m² werden Abstellräume, Fahrradstellplätze, ein Jugendraum und die Abstellräume der Mieter untergebracht.

 

Des Weiteren finden im Kellergeschoss, TGA- sowie Hausanschlussraum Berücksichtigung.

 

Bauweise

Die Baukonstruktion des Gebäudes erfolgt in konventioneller Bauweise. Das Gebäude wird teilunterkellert. Es ist eine Flachgründung vorgesehen. Erdberührte Bauteile werden in WU-Beton erstellt.

Die tragenden Wände, sowie die nichttragenden Trennwände werden als KS-Mauerwerkswände ausgeführt. Aufgrund des umfassenden Raumprogramms besteht die Möglichkeit, dass der Lastabtrag durch Stahlbetonstützen anstelle tragender Innenwände gewährleistet werden kann. Die Außenwände werden als zweischaliges Mauerwerk in KS mit Verblendmauerwerk erstellt.

 Die Geschossdecken werden in Stahlbeton ausgeführt. Das Dach wird als Flachdach in WU-Bauweise geplant, sowie mit einer extensiven Dachbegrünung versehen.

 

Barrierefreiheit

 

Die Gemeinschaftsräume sind barrierefrei gem. IFB-Anforderungen (DIN 18040-2) geplant. Die Appartements und die Zimmer sind barrierereduziert gem. IFB-Förderkatalog ausgestattet.

 

Objektplanung Freianlagen

Stellplätze

In den Außenanlagen werden Stellflächen vorgesehen.

Diese werden nah an der bestehenden Einfahrt verortet. Die Gehwegüberfahrt und die befahrbaren Stellplatzflächen sollen als Feuerwehreinfahrt genutzt werden.

Feuerwehrflächen

Aufgrund der maximalen Länge von ca.47,365 m ist eine Unterteilung des Gebäudes mit inneren Brandwänden geplant. Durch die Nutzung des Gebäudes zur Unterbringung von geistigen psychisch erkrankten Müttern in besonderen Wohnformen ist ein zweiter baulicher Rettungsweg erforderlich. Jeder Abschnitt verfügt über ein eigenes Treppenhaus. Der Zugang zum 2.Rettungsweg wird durch eine alarmgesicherte Brandschutztür ermöglicht. Die Öffnungen in Wänden von Evakuierungsabschnitten sind mit feuerhemmenden, dicht- und selbstschließenden Türen zustatten.

Bei erdgeschossigen Nutzungseinheiten kann der zweite Rettungsweg baulich über einen direkten Ausgang aus jedem Bewohnerzimmer oder über einen gemeinsam genutzten Raum erfolgen.

Die geplanten Bodentiefenfenster wurden als Rettungsfenster geplant. Diese haben ein lichtes Öffnungsmaß zwischen den Rahmen von mindestens 0,9 m x 1,2 m (Breite x Höhe). Die Höhe der Unterkante des Fensters im oberstes Geschoss beträgt nicht mehr als 8 m über der Aufstellfläche zum Anleitern durch die Feuerwehr.

Teile des Gebäudes sind mehr als 50 m vom öffentlichen Weg entfernt. Es müssen eine Zufahrt, Aufstell- und Bewegungsflächen für die Feuerwehrfahrzeuge vorgesehen werden.

 

Fahrräder

Gemäß der Fachanweisung für notwendige Stellplätze und Fahrradplätze werden 27 Fahrradstellplätze benötigt. Die Fahrräderstellplätze werden im Kellergeschoss angeordnet. Für Besucher können Fahrradbügel im Hauseingangsbereich vorgesehen werden.

 

Baumbestand

Aufgrund der vorgegebenen Gebäudepositionierung auf dem Grundstück, müssen voraussichtlich 2 Bäume gefällt werden:

-    1x Holz- Pappel (Stammumfang: ca. 232cm / Höhe: ca. 17 m).

-    1x Wald- Kiefer (Stammumfang: ca. 183cm / Höhe: ca. 12 m).

 

Weitergehende Informationen zum Fällen der Bäume sind dem Baumgutachten zu entnehmen (siehe Vorbescheid)