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Wohnen am Nikolausberger Weg in Göttingen

Ziel des Entwurfs ist die Arrondierung und Vervollständigung vorhandener städtebaulicher Strukturen mittels unterschiedlicher Gebäudetypologien. Die Schärfung der Freiräume und die Anbindung an bestehende Wegeverbindungen.

 

Das Plangebiet ist nordöstlich der Altstadt innerhalb des Stadtgebiets verortet. Prägend für das Grundstück ist der hier stattfindende Übergang städtebaulicher Großstrukturen. Mit diesem Entwurf wird direkt auf die Fragestellungen des städtebaulichen Strukturübergangs eingegangen.

 

Die vorgeschlagenen 6 Neubauten gliedern sich in drei Typologien. Zwei Zeilen- und zwei große Punkthäuser vervollständigen den nördlichen Stadtraum während die zwei kleinen Punkthäuser in Lage und Größe den Rand der Einfamilienhausbebauung komplettieren. Mit Abstufung der Geschossigkeit wird in der Höhenentwicklung auf die bestehende Bebauung reagiert. Drei Gebäudetypologien werden mit wiederkehrenden Gestaltungsmerkmalen und einheitlicher Materialität versehen um Einigkeit in der Diversität zu transportieren. Die nördlichen Gebäude nehmen die Ausrichtung der Bestandsgebäude auf. Baufluchten und Wegebeziehungen werden harmonisch verknüpft. Die zwei südlichen Gebäude beziehen sich auf den „Blockrand“ der Einfamilienhausbebauung. Das entstehende Dreieck bildet eine Gasse mit Sichtbezügen zum angrenzenden Waldstreifen.

 

Die Stellung der Gebäude zoniert das Plangebiets in private und öffentliche Bereiche. Die Spielflächen innerhalb der Stadträume dienen der sozialen Bindung zwischen „Neu“ und „Alt“. Die offene Baukörperstellung im Westen bietet Möglichkeiten der Diffusion und Anbindung des Waldbereiches. Die entstehenden drei Hofsituationen werden ganz individuelle Merkmale tragen. Der nördliche Ballspielplatz wird durch das Spielfeld geprägt sein. Der mittlere Hof beinhaltet verschiedene Angebote wie Sandspielflächen, Kletterseilparcours, Rutschen und Schaukelspiele. Die südliche Spielfläche ist den Kleinsten vorbehalten.

 

Die Grundrissgestaltung orientiert sich an den Bedürfnissen des sozialen Wohnungsbaus und den Vorgaben der Förderbanken. Bei der Gebäudekonzeption wurde viel Wert auf die ausgewogene Durchmischung an Wohnungsgrößen je Haus gelegt. Durch die strangweise Anordnung der Wohneinheiten können auf einer Geschossebene unterschiedlich genutzte Wohneinheiten angeboten werden. Somit sind die Gebäude auch für zukünftige Anforderungen gut ausgestattet.  Alle Wohnungen sind barrierearm ausgestattet und haben eine Terrasse oder Balkon. Die barrierefreien Wohnungen nach DIN 18040-2 können durch den Bau von Aufzügen übereinander angeordnet werden. Die Wohnungen besitzen innenliegende Bäder, je nach Größe mit Dusche und oder Badewanne. Die Küchen sind an der Außenwand und nach Möglichkeit nach Norden angeordnet. Wohn- und Schlafräume können mit Bezug nach Südost oder Südwest errichtet werden. Rein nordausgerichtete Wohneinheit sind nicht vorgesehen.

 

Die Erschließung des Plangebiets erfolgt für den Individualverkehr per PKW ausschließlich über den Nikolausberger Weg. Durch diese Maßnahme können alle Verkehrsströme auf den westlichen Bereich begrenzt und die Innenräume vom PKW-Verkehr freigehalten werden. Die Straße am Kreuze wird entlastet. Die unterirdischen Tiefgaragen erschließen auch die innenliegenden Gebäude direkt per PKW. Hier können ebenfalls die hausnahen Behindertenstellplätze angeordnet werden. Die privaten Freiflächen sind der Erschließung per pedes vorbehalten. Durch die Verlegung des Wendehammers nach Südwest kann die Fläche der öffentlichen Erschließung auf ein Minimum reduziert werden. Eine evtl. Grundstücksteilung in öffentliche Verkehrsflächen und private Flächen kann problemlos erflogen. Private Reststücke werden vermieden. Die Anordnung der 34 oberirdischen Stellplätze kann im nordwestlichen Plangebiet erfolgen. auch diese Stellplätze sind durch die Wegeverbindungen nach Norden und Osten gut angebunden.